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Sonntag, 3. August 2014

OHNE MOOS NIX LOS!

Unabhängig ob die zündende Idee gerade während dem Zeitpunkt aufblüht, indem Neymar seine Tore für die brasilianische Nationalmannschaft schiesst oder ob kreative Einfälle vielleicht schon lange in Studenten ruhen, und diese nur auf ihren Abschluss warten, um das nötige betriebswirtschaftliche Rüstzeug erlernt zu haben. Mindestens einer Frage können die klugen Köpfe bei ihrer Realisierung des Projektes oder auf ihren Wegen zur Selbständigkeit nicht ausweichen.

Wie wird finanziert?


Nur wenige kreative Menschen verfügen über ausreichend eigene finanzielle Mittel, um ihre umfangreiche Projekte verwirklichen zu können. Banken benötigen genügend Sicherheiten, ehe sie Kredite sprechen. Andere institutionelle Anleger wiederum interessieren sich nicht für kleine Fische. Private (Gross-) Investoren nehmen oftmals eine skeptische Haltung ein und auch auf Business Angels wird oft vergebens gewartet.

Das Projekt "Startup" scheint an den spitzen Felsen im tiefen Abgrund zu zerschmettern. Das weltweite Netz wirkt nun wie ein Fallschirm, wenn es als Retter in der Not das Vorhaben mit diversen Finanzierungslösungen unterstützen kann.


CROWDFUNDING - CROWDFINANCING


Crowdfunding respektive Crowdfinancing - im deutschsprachigen Raum oftmals auch Schwarmfinanzierung genannt - dient der Geldsuche im Internet für Projekte. Der Oberbegriff lässt sich in die folgenden vier Finanzierungsarten aufsplitten:

CROWDINVESTING


Auf diese Weise kaufen sich ein oder mehrere Investoren, welche über eine Internet-Plattform gefunden wurden, über das Eigenkapital ein. Als Gegenleistung für das investierte Kapital werden den Geldgebern Anteilsscheine der Unternehmung überreicht. Der Investor wird dadurch an einem allfälligen Erfolg (Wertzuwachs und Dividendenzahlungen) beteiligt und kann auch mit einem Mitspracherecht seine Markterfahrungen ins Projekt einfliessen lassen.

Plattformen: companisto.com, conda.at, innovestment.de, seedmatch.de, deutsch-mikroinvest.de, finmar.com, bergfuerst.com, ...

CROWDLENDING


Soll der Geldgeber keinen Einfluss auf das Projekt ausüben dürfen, besteht die Möglichkeit in Form eines Darlehens oder Kredites das Unternehmen zu unterstützen. Die Plattform-Anbieter verstehen sich hier hauptsächlich als Kreditvermittler zwischen Darlehensnehmer und -geber.

Plattformen: cashare.ch, auxmoney.com, ...

CROWDSUPPORTING - CROWDSPONSORING


Beim Crowdsupporting fliessen hauptsächlich Förder- und Unterstützungsgelder. Der Geldgeber tritt hier als Sponsor auf. Um seine Marktpräsenz zu erhöhen, erhofft er sich erfolgreiche Werbeträger als Botschafter für die Unternehmung zu gewinnen. Bei dieser Finanzierungsart erhält der Geldgeber nur indirekt und teilweise schwer messbar einen Nutzen (siehe dazu auch zwei spannende Beiträge von Stefan Zimmermann vom 9. Juli 2014 und 30. Juli 2014 über Messbarkeit und Marketing Analytics). Aber der Aufbau und Einsatz von Marken wirkt sich auf die Profilierung eines Unternehmens im Wettbewerb aus und kann stark zur Steigerung des Unternehmenswerts beitragen (man denke an Coca-Cola). Eine andere Rückvergütung könnte eine Jahreskarte in der VIP-Lounge sein, sodass z.B. Grossbanken ihre Geschäftspartner oder -kunden für spannende Fussballspiele einladen können.

Plattformen: mysherpas.com, ...

CROWDDONATING


Mit dieser Art von Geldbeschaffung wird das Vorhaben mit Spendenzahlungen realisiert. Der Geldgeber erhält im Gegenzug zur geleisteten Spende keine Anteile am Projekt und es werden auch keine anderweitige (Rück-)Vergütungen vollzogen. Aber trotzdem kann es vorkommen, dass ein freiwilliger materieller oder immaterieller Gegenwert resultiert (z.B. eine CD aus einem Musikprojekt, ein VIP-Pass zu einem Konzert, ein Gratis-Eintritt in ein Museum, usw.). Mit Crowddonating lassen sich hauptsächlich karitative, kulturelle oder künstlerische Projekte verwirklichen.

Plattformen: 100-days.net, startnext.de, visionbakery.com, sciencestarter.de, fairplaid.org, dreamojo.com, ...


Übersicht Crowdfunding / Crowdfinancing

Mit den simplen Worten "Projekte suchen Geldgeber" kann Crowdfinancing zusammengefasst werden. Im Blogbeitrag wird über vier verschiedene Schwarmfinanzierungsarten geschrieben:
  • Crowdinvesting (Geld gegen Beteiligung am Unternehmen)
  • Crowdlending (Geld gegen Zins)
  • Crowdsupporting / Crowdsponsoring (Geld gegen Güter/Dienstleistungen)
  • Crowddonating (keine direkte oder freiwillige Gegenleistung)

Weitere Crowdfunding-Plattformen verschiedenster Arten können auf crowdfunding.de eingesehen werden.



Quellen Crowdfunding: 
Artikeln aus dem Blog Hochschule Luzern.
Artikeln aus dem Wissenslexikon Wikipedia Crowdfunding, Crowdinvesting und Crowdlending.



Montag, 21. Oktober 2013

CROWDSOURCING

Woher haben erfolgreiche und bekannte Menschen dieser Welt ihre genialen Ideen her? Wie gelingt es zum Beispiel Angela Merkel ihre heiklen Tätigkeiten in der Politik zu meistern? Kann sie das alles nur alleine bewältigen? Bestimmt zieht sie für Ihre Entscheidungen Berater, Spezialisten und Minister bei, um für das deutsche Volk die situativ bestmögliche Entscheidung treffen zu können. Sich von Mitmenschen inspirieren zu lassen, ist nichts Illegales und auch Unternehmen können das ...

Schon einmal davon gehört?

Bei der letzten Vorlesung hat unsere Digital-Marketing-Klasse interessante Einblicke vom Referenten Markus Müller erhalten und er hat uns folgende Fragen zum Crowdsourcing im Internet beantworten können:

Was ist Crowdsourcing?

Outsourcing-Tätigkeiten von Unternehmen ist wohl den meisten bekannt. Beim Crowdsourcing geht es genau in die selbe Richtung. Hier ist speziell, dass die ausgelagerten Handlungen (insbesondere Brainstorming) an mehrere stark interessierte, private Personen oder Organisationen gehen (z.B. Kunden), welche dem Unternehmen mithelfen, eine Strategie umzusetzen oder ein neues Produkt mitzugestalten und zu lancieren. Mit den vorhandenen Instrumenten im Web 2.0 steht den Unternehmen heutzutage kaum mehr ein Stein im Weg, kreative Köpfe dieser Welt zu vereinen.

Wieso Crowdsourcing?

Je mehr Menschen in einem Projekt integriert werden können, desto mehr Ideen und Wissen kommen zusammen. Somit erhält ein Unternehmen ganz wertvolle Informationen, um neue Innovationsprodukte zu entwickeln und auf dem Markt zu etablieren. Ein ganz gutes Beispiel hierfür ist das Wikipedia. Durch eine grosse Masse kommt auf einer einzigen Internetplattform enorm viel Wissen zusammen. Wieso noch so viele Gelder für Forschung und Entwicklung verschwenden, wenn das selbe System auch ein Unternehmen nutzen kann, um innovative Produkte nutzen- und bedürfnisorientierter zu formen? Zusammen mit Kunden, für die Kunden.

Welche Prozesse werden beim Crowdsourcing durchlaufen?

  • Frage für das Publikum stellen.
  • Ideen in einer (eigenen) grossen digitalen Community sammeln.
  • Ideen filtern und die besten davon visualisieren.
  • Prototypen zu den Ideen entwickeln. Ein Prototyp muss nicht immer mit einem Gegenstand in Verbindung gebracht werden. Gut möglich, dass es sich bei der Idee auch um einen Prozess oder eine Dienstleistung handeln kann.
  • Prototyp-Ideen testen und bewerten.
  • Ideen umsetzen.

Weitere positive Synergien ...

Das einbeziehen von einer Vielzahl an Fans für die Entwicklung eines neuen innovativen Produkts, lässt diese schwärmen. Und bestimmt so stark, dass diese die Innovation vor der Öffentlichkeit nicht verschweigen wollen. Und wie machen sie das? Natürlich wieder über die digitalen Kanälen im Internet. Neben der elektronischen Mund-zu-Mund-Propaganda, binden sie sich durch ihre Identifizierungen ins mitgestaltete Produkt noch stärker mit dem Unternehmen.

Welche Crowdsourcing-Plattformen gibt es?

Auf innolist.ch werden weitere Plattformen präsentiert und kurz beschrieben. Und mit nachfolgendem Video kann man sich von den Möglichkeiten inspirieren lassen.